Fünf Tipps für ein erfolgreiches BGM

Anforderungen an das BGM

Die DIN SPEC 91020 „Betriebliches Gesundheitsmanagement“ definiert die Anforderungen an das BGM. Dieser Standard ermöglicht es allen Unternehmen, sich gesundheitsgerecht und leistungsfördernd auszurichten und die Mitarbeiter zum gesundheitsorientierten Verhalten zu befähigen. Die Anforderungen sind auf alle Organisationen anwendbar, unabhängig von deren Art, Größe oder Branche.

Die individuelle Ausgestaltung des BGM wird somit nicht eingeschränkt. Ziel ist es, Organisationen und Unternehmen zu befähigen, das Gesundheitsmanagement in strukturierter und vor allem nachhaltiger Weise aufzubauen und zu betreiben. Die Spezifikation kann die Grundlage für eine Zertifizierung sein. Informationen zur DIN SPEC 91020 „Betriebliches Gesundheitsmanagement“ finden sich auf den Seiten des Deutschen Instituts für Normung.

Betriebliche Gesundheitsförderung

Die Betriebliche Gesundheitsförderung konzentriert sich auf die aktive Förderung der psychischen und physischen Gesundheit aller Mitarbeiter eines Unternehmens. Klassische Themen des BGFs sind vor allem Bewegung, Ernährung und Stressprävention.

Bei der Auswahl eines Anbieters sollte man deshalb darauf achten, dass Programme sinnvoll und nachhaltig sind. Das DIHK-Checkheft "Betriebliche Gesundheitsförderung" vermittelt erste Einblicke in die betriebliche Gesundheitsförderung. Beispiele aus der Praxis zeigen, wie eine Umsetzung gelingen kann und sollen gerade kleine und mittlere Unternehmen inspirieren selbst aktiv zu werden.

Ob kreative Lösungen für eine gesundheitsgerechte Arbeitsplatzgestaltung, Fitness-Angebote oder Trainings zur Stressbewältigung – der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) hat dazu viele Tipps und konkrete Anstöße zusammengestellt. Welche Ansatzpunkte es im BGF gibt, welche am häufigsten genutzt werden, wie das Engagement in Kleinbetrieben und Großunternehmen genau aussieht und wo eventuell die Probleme liegen, können zeigt die DIHK-Studie "An Apple a Day – Gesundheitsförderung im Betrieb kommt an".

Unterstützung durch die IHK

Die IHKs in Baden-Württemberg haben in Kooperation mit der Wissenschaftlichen Hochschule Lahr eine kostenlose Online-Checkliste „Gesundheitsbewusster Betrieb“ entwickelt. Mit diesem Tool können Unternehmen anonym und in wenigen Minuten testen, wo sie im Vergleich zu anderen Betrieben beim Thema Gesundheitsförderung stehen.

Unter dem Menüpunkt Mitglieder können einige der regionalen Anbieter von Gesundheitsleistungen oder auch Ansprechpartner zum Austausch gefunden werden. Das IHK-Netzwerk Gesundheit, Ernährung, Sport dient dazu, sich über die Themen Gesundheitswirtschaft, regionale Schwerpunkte im Thema Gesundheit und Gesundheit im Betrieb auszutauschen sowie um Experten und Expertinnen zur Umsetzung eines BGM in Ihrem Betrieb zu finden. Bei den regelmäßigen Netzwerktreffen (Termine hier) gibt es aktuelle Informationen.

Die IHK Reutlingen unterstützt die Betriebliche Gesundheitsförderung in der Region Neckar-Alb mit der IHK-Erfahrungsaustauschgruppe Betriebliches Gesundheitsmanagement (IHK-ERFA BGM). Hier tauschen sich Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus regionalen Unternehmen aus und geben Erfahrungen weiter. Informationen gibt es hier.

Wie man selbst leistungsfähig bleibt, zeigt das IHK-Intensivseminar "Leistungsfähiger durch mentale Agilität".

Förderung

Alle Informationen zum Steuerfreibetrag für betriebliche Gesundheitsförderung sind in diesem Dokument des Baden-Württembergischen Industrie- und Handelskammertages zusammengefasst.

Weitere Tipps und Informationen

Neben den Angeboten der IHK gibt es vielfältige Optionen, sich über die Möglichkeiten des betrieblichen Gesundheitsmanagements zu informieren. Beispielsweise bieten alle Krankenkassen und Krankenversicherungen ein breites Informations- und Unterstützungsangebot zum BGM und BGF an. Das gleiche gilt auch für Berufsgenossenschaften und Unfallkassen.

Um ein vorzeitiges Ausscheiden aus dem Erwerbsleben zu vermeiden, bietet der Deutsche  „Firmenservice" des Deutschen Rentenversicherungsbunds kostenlose Informationen und Beratung vor Ort zum Thema „Gesunde Mitarbeiter" an.

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung e. V. bietet mit dem Portal JOB&FIT eine Informationsplattform zu den Themen Verpflegung am Arbeitsplatz und im Betriebsrestaurant.

Ihr Ansprechpartner

IHK-Zentrale Tübingen
IHK Reutlingen Bereich: Standortpolitik
Position: Leiterin Volkswirtschaft und Fachkräftesicherung
Schwerpunkte: Volkswirtschaft (Konjunktur, Arbeitsmarkt, Studien), Regionale Wirtschaftspolitik, Wirtschaftsjunioren, Gesundheitswirtschaft
Telefon: 07121 201-199
Fax: 07121 201-4199
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